37. Kongress des FVS+
„Zwischen Tradition und Innovation – 50 Jahre Fachverband Sucht+“
Wir haben wir uns gefreut Sie vom 17. bis 19. Juni 2026 im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland zu unserem Jubiläumskongress begrüßen zu dürfen.
Merken Sie sich jetzt schon den Termin 2027 vor: 16.+ 17.06.2027 im Atlantic Hotel Münster.
PROGRAMM
1. Tag 17.06.2026
13.30 -14.00 Uhr Eröffnung und Grußworte
14.00 – 14.30 Uhr
Zurück für die Zukunft – 50 Jahre Fachverband Sucht
Dr. Volker Weissinger & Dr. Thomas Klein
ehemalige Geschäftsführer des Fachverbands Sucht+ e.V.
14.30 – 15.15 Uhr
Süchtiges Verhalten über die Generationen – XYZ, Alpha und was kommt dann?
Dr. Oliver Bilke- Hentsch, Luzerner Psychiatrie AG, Lehrspital der Universität Luzern
15.15- 15.45 Uhr Pause
15.45 – 16.30 Uhr
Die sieben Brücken – Ein Blick in die Zukunft der Rehabilitation
Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, salus klinik Lindow
16.30 – 17.00 Uhr
Wenn der Algorithmus mitredet: Aufklärung zu psychoaktiven Substanzen und Konsum im Spannungsfeld digitaler Plattformen
Stephanie Bötsch, Suchttherapeutin und Podcasterin (psychoaktiv Podcast)
19.00 Uhr Gesellschaftsabend bei der DRV-Westfalen
2. Tag 18.06.2026
09.30 – 10.30 Uhr
Der große Rausch- Ein Blick auf die Geschichte der Drogenpolitik
Dr. Helena Barop, Historikerin und Autorin
10.30 -11.00 Uhr Pause
11.00 – 11.45
Komorbidität von ADHS und Trauma in der Reha für Abhängigkeitserkrankungen (Arbeitstitel)
Dr. Martin Enke, Klinikleitung und Leitender Psychologe, MEDIAN Klinik Wilhelmsheim
11.45 – 12.30 Uhr
Gam(bl)ing: Aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Computerspiel und Glücksspiel
Dr. Tobias Hayer, Universität Bremen
Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung für Gesundheit und Gesellschaft, Arbeitseinheit Glücksspielforschung
12.30 – 14.00 Uhr Pause
14.00 – 17.00 Uhr Foren 1 – 7
3. Tag 19.06.2026
9:30 – 10.15 Uhr
Die aktualisierte Klassifikation therapeutischer Leistungen (KTL 2025)
Dr. Markus Thiede, Deutsche Rentenversicherung Bund
Abteilung GQ 0400- Prävention, Rehabilitation u. Sozialmedizin, Dezernat 0430 Reha-Qualitätssicherung
10.15 – 11.00 Uhr
Ein Klick zum Kick? Trends im Substanzkonsum
Dr. Franziska Schneider, Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, IFT Institut für Therapieforschung München
11.00 – 11.30 Uhr Pause
11.30 – 12.15 Uhr
Einsatz digitaler Lösungen in der Reha
Sven Schunter, Stv. Geschäftsbereichsleiter Digital Health, MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG
12.15 – 12.30 Uhr Verabschiedung / Ende des Kongresses
Qualitätsmanagement/Qualitätssicherung
In Forum 1 werden aktuelle Themen des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen behandelt. Im ersten Vortrag stellt Rudolf Bachmeier die Neuerungen im QM-Verfahren des FVS+ vor. Mit Veröffentlichung der neuen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement nach § 37 Abs. 3 SGB IX musste der QM-Auditleitfaden des FVS+ im letzten Jahr angepasst werden. Der Vortrag beleuchtet die wesentlichen Änderungen im neuen Auditleitfaden des FVS+. Zudem wird über die verschiedenen Möglichkeiten der gesetzlich vorgeschriebenen QM-Zertifizierungen informiert.
Thematisch im Mittelpunkt dieses Forums steht die Aktualisierung der Klassifikation therapeutischen Leistungen KTL und die neuen Anforderungen in den Reha Therapiestandards im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen. Beide Neuerungen müssen für Entlassungen ab 01. Januar 2027 in den Reha Entlassungsberichten umgesetzt werden. Dr. Claudia Matthies von der Deutschen Rentenversicherung Bund informiert in ihrem Vortrag über den neuen Reha Therapiestandard Abhängigkeitserkrankungen. Im zweiten Vortrag dieses Themenblocks stellt Jan Medenwaldt von Redline Data die Rolle eines IT-Systemanbieters und die Aufgaben für die Reha-Einrichtung in diesem Chance-Prozess dar und präsentiertdiverse Werkzeuge für den Umstellungsprozess.
Abgeschlossen wird das Forum mit einem Praxisbericht von Mathias Kellner aus der Johannesbad Fachklinik Furth im Wald zur Umsetzung der neuen Anforderungen.
Neuerungen im QM-Verfahren des FVS+– der neue QM Auditleitfaden 6.0 des FVS+
Rudolf Bachmeier, Bereichsleiter Qualitäts- und Prozessmanagement, Johannesbad Holding
Reha-Therapiestandards bei Abhängigkeitserkrankungen – Neue Entwicklungen im Fokus
Dr. Claudia Matthies, Dezernentin, Deutsche Rentenversicherung Bund
Nur eine andere Nummer oder eine ganz andere Nummer? – KTL 2025 Umstellung im Dokumentationssystem
Jan Medenwaldt, Geschäftsführer Redline Data
Umstellung auf die neue KTL 2025 und den neuen Reha Therapiestandard Abhängigkeitserkrankungen
Mathias Kellner, Leitender Psychologe, Johannesbad Fachklinik Furth im Wald
Managementforum – „Zwischen Tradition und Innovation“
Der Titel unseres diesjährigen Jubiläumskongresses passt auch gut zu den Inhalten unseres Forums.
Seit dem 01.07.2025 sind die neuen Rahmenempfehlungen für Vorsorge und Rehabilitation nach den §§ 111 ff SGB V verbindlich anzuwenden und ein Vertreter des Verbandes der Ersatzkassen e.V. wird uns über die Folgen dieser Innovation für Kliniken informieren.
Weiterhin gehören die tradierten Vergütungsformen der DRVen seit dem 01.01.2026 der Vergangenheit an. Anfang dieses Jahres wurde durch Umsetzung des Gesetzes Digitale Rentenübersicht ein innovatives Zulassungsverfahren und Vergütungssystem eingeführt. Wir werden von Vertretern der DRVen über den aktuellen Umsetzungsstand, Übergangsregelungen und Perspektiven informiert und wollen anschließend mit diesen ins Gespräch kommen.
Rodolfo Baumbach & Andreas Wirth
Die Rahmenempfehlungen für Vorsorge und Rehabilitation nach den §§ 111 ff SGB V Einführung, Übergangsregelungen, Inhalte und Folgen
Benedikt Werry, Referent Stationäre Versorgung, Verband der Ersatzkassen e.V.
Aktueller Umsetzungsstand bei der Einführung des neuen Vergütungssystems und Ausblick auf weitere Vorgehensweise bei der weiteren Implementierung der Innovationen
Dr. Thomas Hansmeier, Fachbereichsleiter Rehabilitationseinrichtungen und Weiterentwicklungen, Abteilung Rehabilitation Deutsche Rentenversicherung Bund
Auswirkungen des neuen Vergütungssystems auf Kliniken und Einrichtungen aus Sicht der Verbände
Peter Schauerte, Geschäftsführer des Fachverband Sucht+ e.V.
Anpassung der Therapiestandards insbesondere im Bereich der Psychosomatik und die damit verbundenen Erhöhungen der Anforderungen und Leistungen im Spannungsfeld zu einer adäquaten Finanzierung
Vertreter/in der DRV Bund angefragt; Dietmar Kramer Direktor salus kliniken Bad Nauheim aus Sicht einer Klinik
Die Warteizeitkalkulation der DRVen im Rahmen der systematischen Einrichtungsauswahl von Rehakliniken, Erläuterung der Arbeitsweise und Möglichkeiten insbesondere auch im Hinblick auf kleinere Einrichtungen mit besonderen Angeboten.
Vertreter/in der DRVen angefragt
Verhaltenssüchte und Komorbiditäten in der Psychosomatik
Dr. Julia Domma- Reichart & Robert Schöneck
Die Komplexität in der Behandlung von Psychosomatischen Krankheitsbildern zeigt sich insbesondere bei vorliegenden Komorbiden Störungen, gerade wenn dies Substanz- oder Verhaltenssüchte sind. Die Integration dieser Störungsbilder in die zeitlich begrenzte stationäre Behandlung stellt die Behandelnden wie auch die Betroffenen vor großen Herausforderungen. Auf der anderen Seite bietet gerade die Stationäre Psychosomatische Rehabilitation mit ihrem Multiprofessionellen Team – im Vergleich zu ambulanten Angeboten – eine besondere Chance für die Betroffenen, wenn es gelingt, beide Störungsbilder integriert zu behandeln. Das Forum setzt sich mit den gängigen Komorbiden Störungen und entsprechenden Behandlungsansätzen in der stationären Psychosomatischen Rehabilitation auseinander. Dabei werden gerade hinsichtlich der Substanz- und Verhaltenssüchte die Perspektive der Angehörigen sowie veränderte Konsumrealitäten beleuchtet. Welche Erfahrungen macht das Behandlungsteam mit „reinen Glücksspielern“ im Setting einer Entwöhnungsbehandlung? Darum geht es in einem weiteren Beitrag, um abschließend ein Konzept zur erfolgreichen Einbindung der Rauchenden in die Psychosomatische Rehabilitation vorzustellen.
Beiträge des Forums:
„Psychosomatik im Überblick“ (Arbeitstitel)
Nadja Tahmassebi (ltd. Psychologin Psychosomatik und Verhaltenssüchte), salus kliniken Bad Nauheim
„Glücksspielstörung und ihre Auswirkungen auf soziale Netzwerke“
Dr. Tobias Hayer, Universität Bremen, Leiter der Arbeitseinheit Glücksspielforschung
„Glücksspieler ohne Substanzabhängigkeit in einer Suchtklinik – passend oder nicht? Bericht aus der Praxis!“
Dr. Daniel Seitz (Teamleiter), Katrin Grümer (Bezugstherapeutin/Wissenschaftliche Mitarbeiterin), salus kliniken Hürth
„Völlig normal? Cannabiskonsum in der Bevölkerung. Aktuelle Befunde zu Konsummuster und Beschaffung“
Prof. Dr. Bernd Werse, Professor für Forschungs- und Handlungsfeld Sucht, Frankfurt University of Applied Science
„Suchtbehandlung im Rahmen der Psychosomatik – wie geht das mit dem Nichtrauchen?“ (Arbeitstitel)
Reto Cina (ltd. Arzt), Charlotte Wesser (Bezugstherapeutin/Wissenschaftliche Mitarbeitende), salus klinik Lindow
Angehörigen- und Eltern-Kind-Arbeit in der Suchthilfe
Indra Jesper & Corinna Nels-Lindemann
Das Forum wirft einen „Blick über den Tellerrand“ auf die Arbeit mit Eltern von abhängigen Kindern und die Arbeit mit abhängigen Eltern. Was brauchen wir und was können wir tun, damit die Kinder von süchtigen Eltern nicht die Abhängigen von Morgen werden?
Die Mit-Betroffenheit bei Angehörigen von Menschen mit Substanzgebrauchsstörungen in Form von deutlichen psychosozialen Belastungsfaktoren, erhöhten Morbiditätsraten und affektiven Störungen ist mittlerweile durch vielfache Studien wissenschaftlich-fachlich belegt. Kinder und Eltern sind als nahe Angehörige meist deutlich von der Abhängigkeit der Eltern/Kinder betroffen. Sie stellen damit eine wichtige Zielgruppe für die Suchthilfe dar.
Zunächst stellt Larissa Hornig die aktuelle Situation zum Thema Angehörigenarbeit im Rahmen der Suchthilfe dar. Das Suchthilfesystem in Deutschland ist nach wie vor und trotz dieser Erkenntnisse für die Zielgruppe der Angehörigen mit eigenständigem Beratungs- und Behandlungsanspruch unzureichend aufgestellt und bietet bislang keine bedarfsorientieren Versorgungsstrukturen. Infolgedessen wird eine kritische Bilanz über das bislang bestehende Angebotsspektrum gezogen, mit dem Ziel Impulse und Empfehlungen für Verbesserungen in der angehörigenzentrierten Versorgung zu geben.
Ariane Rolf von der Hochschule Bielefeld (Fachbereich Gesundheit) und Mitglied bei arwed e.V. spricht aus der beruflichen Perspektive und als Mutter eines suchterkrankten Kindes.
Der Hochschule Bielefeld/Fachbereich Gesundheit Ariane Rolf spricht als Mutter eines suchterkrankten Kindes und aus ihrer Arbeit an der Hochschule Bielefeld, in der sie sich intensiv mit Suchthilfe, Recovery und der Rolle von Angehörigen beschäftigt.
Anne Koopmann stellt das suchttherapeutische Akutprogramme zur ressourcenorientierten Kompetenzstärkung von Eltern (STAERKE) vor, hierbei handelt es sich um ein ambulantes Angebot, welches die Eltern sowohl beim Erreichen und Stabilisieren der Abstinenz, als auch in ihren Erziehungsfähigkeiten unterstützt.
Sandra Weiß von der DRV Mitteldeutschland wird die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven des rehapro-Modellprojekts „KontextSucht“ präsentieren. Die im Projekt neu entwickelte, erprobte und wissenschaftlich evaluierte modulare Intervention zielt auf die Förderung der elterlichen Kompetenz und richtet sich an abhängigkeitserkrankte Mütter und Väter, die sich mit oder ohne Begleitkind in der stationären Rehabilitation befinden.
Christoph Beineke von der Hochschule Bielefeld (Fachbereich Sozialwesen) stellt Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Papa auch!“ vor, das an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen umgesetzt wurde. In dem Projekt wurden die Situation und weiterführenden Unterstützungsbedarfe abhängigkeitserkrankter Väter erhoben, um die Suchthilfe auf dieser Grundlage auch vätersensibel weiterentwickeln zu können. Im Fokus stehen somit die Perspektiven der betroffenen Väter auf die Umsetzung ihrer Vaterschaft sowie auf Zusammenhänge zwischen Vaterschaft und Konsumstörung.
Wir freuen uns auf die unterschiedlichen Perspektiven und den gemeinsamen Austausch.
Die Zukunft der Eingliederungshilfe
Andrea Schwerdt & Norbert Schindler
Das Forum Soziale Teilhabe „Die Zukunft der Eingliederungshilfe“ beleuchtet zentrale Entwicklungen und Herausforderungen der Eingliederungshilfe aus fachlicher, struktureller und personenbezogener Perspektive.
Frau Lena Giesche thematisiert im ersten Beitrag die Methodenkompetenz in der Eingliederungshilfe, insbesondere im Kontext des Einsatzes von Nicht-Fachkräften. Diskutiert wird der Transfer bewährter Ansätze aus der Suchthilfe – wie Gesprächsführung, Haltung, Rückfallprophylaxe, kollegiale Beratung und Supervision in alltagsnahe Settings. Dabei spielt das transtheoretische Modell nach James O. Prochaska und Carlo C DiClemente eine wichtige Rolle. Zudem werden notwendige Qualifizierungsformate und strukturelle Anforderungen an Träger und Kostenträger skizziert.
Der zweite Beitrag von Herrn Jan Hecker beschreibt den Klienten der Zukunft mit steigenden Erwartungen an individuelle, transparente und partizipative Hilfen bei gleichzeitig häufig geringer Umsetzung eigener Veränderungsschritte und sich veränderten Kontextbedingungen. Thematisiert werden Motivation, Selbstwirksamkeit, gesellschaftliche Veränderungen sowie Strategien zur Aktivierung aus Sicht der Erfahrungen mit Klient:innen in Rheinland-Pfalz. Herr Axel Gornig beleuchtet das Thema vor dem Hintergrund der Erfahrungen in Sachsen.
Der vierte Beitrag von Frau Dr. Beate Hilbert richtet den Blick auf Resilienz von Mitarbeitenden in einem sich wandelnden Hilfesystem und beleuchtet Schutzfaktoren wie Reflexion, Teamkultur und organisationale Unterstützung. Stabil bleiben in instabilen Zeiten – wie kann das gelingen?
„ Out of the box“
„Out of the box thinking“ heißt erst mal schlicht nur „anders denken“. Steigt jemand „ aus der Box“ verändert sich die Sichtweise und es können andere Standpunkte einbezogen werden, die zu neuen Gedankengängen führen. Es soll eine Aufforderung sein kreativ und innovativ zu arbeiten. Vor dem Hintergrund möchten wir in unserem Forum Therapieformen und Ansätze präsentieren, die zum Teil in den Hintergrund geraten sind und denen wir mehr Bedeutung wünschen. Nähere Informationen hier
Dieter Bingel-Schmitz & Frauke Wulf
Das integrative Verfahren- zu gut, um in Vergessenheit zu geraten
Fabian Peters, Master of Science in Addiction, Suchttherapeut (VT), Dipl. Sozialarbeiter; Geschäftsführer Kadesch gGmbH
Kinotherapie- Ein Ansatz psychoedukative Inhalte über Erkrankungslehre
Sebastian Winkelkemper, Chefarzt, MEDIAN Rehazentrum Daun
Heilung durch Musik
Mathias Hübner, Musiktherapeut DMtG, M.A. Soziale Arbeit und Pädagogik, AHG Klinik Waren
Die „Weisheit“ des Körper nutzen
Jürgen Kalmbach, Heilpraktiker für Psychotherapie, Sportwissenschaftler
„DigiARS“ – ein neues Projekt zur digital gestützten Therapie in der ambulanten Sucht-Rehabilitation
Moderator: Dr. David Steffen
In der Corona-Pandemie wurden positive Erfahrungen mit digital gestützten Therapieeinheiten in der ambulanten Sucht-Rehabilitation (ARS) gemacht. Der Nachweis einer vergleichbaren Wirksamkeit steht allerdings bislang aus. Ziel des von der Deutschen Rentenversicherung geförderten Projektes DigiARS ist daher, die Wirksamkeit einer in Teilen digital gestützten ARS im Vergleich zur konventionellen ARS zu prüfen.
Bei Nachweis vergleichbarer Wirksamkeit ist eine zeitnahe Implementierung in die Regelversorgung realistisch, da keine wesentlichen praktischen, rechtlichen oder organisatorischen Hürden erwartet werden. Dadurch könnten Behandlungskontinuität und Rehabilitationserfolg, insbesondere für besondere Zielgruppen (z.B. eingeschränkte Mobilität, Betreuungsverpflichtungen, wechselnde Arbeitszeiten), künftig besser gesichert werden.
Für die Durchführung und Evaluation videogestützter Therapieeinheiten ab voraussichtlich Herbst 2026 werden bundesweit ARS-Einrichtungen gesucht. Das Forum informiert zu allen Inhalten und Rahmenbedingungen des Projektes DigiARS sowie der praktischen Umsetzung für teilnehmende Einrichtungen und für alle Interessierten.
Referent:
Martin Brünger, Arzt, MPH, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft
Weitere Informationen zu DigiARS finden Sie hier:
