Workshops

Workshops am 14. Juni 2010
11.00 Uhr - 14.00 Uhr:

Vor der Plenumsveranstaltung am 1. Kongresstag (14.06.2010) bieten wir zusätzlich zum regulären Proramm noch 6 Workshops an, die von erfahrenen Sucht- bzw. Lehrtherapeuten durchgeführt werden

Workshops 1 - 6
Papier ist geduldig, in Therapiemanualen oder Klinikkonzepten kann man viel schreiben. Viele Patienten/innen passen aber nicht in einfache Raster.
In 6 Workshops wird das therapeutische Vorgehen bei Patienten/innen mit besonderen Bedürfnissen vorgestellt. Um den Praxisalltag lebendig werden zu lassen und eine offene Diskussion zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl pro Workshop jeweils auf 15 Personen begrenzt. Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen.

Workshop 1
"Der Community Reinforcement Approach (CRA) – ein wirkungsstarker Hebel in der Arbeit mit Drogenabhängigen?"
H. Köpfle, J. Lodders, J. Schönthal

Der Community Reinforcement Approach (CRA) ist eine – in den USA – erfolgreiche und gut belegte Methode zur Stärkung von Veränderungsmotivation und Abstinenz. Die Anwendung von CRA in der Rehabilitation Drogenabhängiger und erste Ergebnisse sollen im Workshop vorgestellt werden.

Workshop 2
"Sucht- und Persöhnlichkeitsstörung"
Dr. P. Schuhler
Der Zusammenhang zwischen der – häufigen – Koinzidenz zwischen Sucht und Persönlichkeitsstörung ist noch weitgehend unerforscht. Der Workshop vermittelt einen verhaltenstherapeutischen Ansatz zur Behandlung von SuchtpatientInnen mit einer Persönlichkeitsstörung.

Workshop 3
"Essstörungen und Sucht"
Substanzmissbrauch/-abhängigkeit bei Patient/innen mit Essstörungen geht häufig mit massiven somatischen Problemen sowie Complianceproblemen einher und gilt als prognostisch ungünstiger Faktor für den Verlauf einer Essstörung. Der Workshop soll praxisnah vermitteln, wie ein integriertes stationäres Behandlungskonzept für SuchtpatientInnen (am Beispiel der Alkoholabhängigkeit) mit Essstörungen aussieht.

Workshop 4
"Motivational Interviewing bei Menschen mit substanzbezogenen Störungen"
Dr. C. Veltrup
Das Motivational Interviewing (MI) ist von Miller und Rollnick entwickelt worden mit dem Ziel, die Änderungsbereitschaft bei Menschen mit Suchtmittelproblemen zu erhöhen. Das klientInnenzentrierte und gleichzeitig direktive Vorgehen ermöglicht die Reduzierung von Ambivalenz bezüglich einer Verhaltensänderung und fördert den Aufbau von intrinsischer Motivation. Im Workshop soll ein Einblick in das Verfahren durch Information und Übungen gewonnen werden.

Workshop 5
"Beratungsansätze im Bereich stoffungebundener Suchtformen"
K. Hellenbart, M. Persson
Die Fachberatung befasst sich mit der Beratung, Begleitung und Betreuung von Menschen mit "Verhaltenssüchten" und deren Angehörigen. Anhand eines zur Verfügung gestellten "Methodenkoffers" können die TeilnehmerInnen des Workshops anhand von Beispielfällen zu "Computerspiel-, Sex- und Kaufsucht" konkrete Beratungsmöglichkeiten entwickeln.

Workshop 6
"Behandlungskonzept von Alkholismus und familienbezogener Gewalt für Männer (TAVIM)"
M. Kloss, Prof. Dr. M. Klein
Das TAVIM ist ein integriertes Therapieprogramm zur Reduktion und Prävention innerfamiliärer alkoholbezogener Gewalt. Das unter Federführung der Kompetenzplattform Suchtforschung an der KatHO NRW (Köln) entwickelte und modellhaft erprobte umfassende und wissenschaftlich begründete Behandlungskonzept TAVIM (Treatment of Alcohol Related Violence for Man) integriert kognitive verhaltenstherapeutische Ansätze zur Suchtbehandlung einerseits und Gewaltprävention andererseits. Ausgehend von den praxisorientierten Erfahrungen bei der Anwendung mit Betroffenen wird ein Workshop zur Steigerung der Sensibilität für diese Problematik und zur Anregung hinsichtlich der weiteren Umsetzung im Hilfesystem angeboten.