Workshops

26. Juni 2019: 11.00 Uhr - 14.00 Uhr

„Suchtbehandlung 2.0“

Organisation: Prof. Dr. J. Lindenmeyer 

In 6 Workshops stellen erfahrene Praktiker sowohl den therapeutischen Umgang mit pathologischem Mediengebrauch als auch digitale Lösungen zur Unterstützung von therapeutischen Veränderungsprozessen vor. Um einen offenen und lebendigen Dialog zu ermöglichen, ist die Teilnehmerzahl pro Workshop auf 20 Personen begrenzt. Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen.

Workshop 1: „Analoge vs. digitale Glücksspieler: Unterschiede, Möglichkeiten und Herausforderungen“
S. Leipner, D. Bingel-Schmitz
Mit der Ausweitung von digitalen Glücksspielangeboten entstehen für Behandler immer neue Herausforderungen in der Diagnostik und Behandlung der Diagnose Pathologisches Glücksspiel. Der Workshop soll die Unterschiede zwischen „analogen“ und „digitalen“ Glücksspielern und Herausforderungen im Behandlungssetting beleuchten. Des Weiteren soll der Workshop auch Raum für die Diskussion von Möglichkeiten des Nutzens der Digitalisierung für die Behandlung von Pathologischen Glücksspielern bieten.

Workshop 2: „Chancen und Schwierigkeiten durch Social Media und Internet in der Arbeit mit jungen Erwachsenen“
L. Spengler, B. Maasjost, M. Spengler
Die aktive Auseinandersetzung mit der Nutzung der digitalen Medien und des Internets in der therapeutischen Arbeit findet häufig nicht in der Intensität statt, welche ihrer Bedeutung im alltäglichen Leben der Patienten entspricht. Wir wollen uns in dem Workshop einen Überblick über die Nutzungsgewohnheiten der Patienten verschaffen und daraus mit den Teilnehmern therapeutische Implikationen ableiten. Insbesondere wollen wir das Internet als Beschaffungsweg der Patienten genauer untersuchen. Schließlich sollen auch die Chancen von Social Media im therapeutischen Alltag mit aktuellen und ehemaligen Patienten diskutiert werden.

Workshop 3: „MeinSalus – digitale Assistenz für den Weg aus der Sucht“
M. Schmidt
Ziel des Workshops ist die Vermittlung eines detaillierten Einblicks in die Funktionen der „MeinSalus“-App für Smartphones im stationären und ambulanten Sektor. Darüber hinaus wird thematisiert, wie Patienten frühzeitig – im Hinblick auf die Zeit nach der Behandlung – im Rahmen des stationären Aufenthalts zur selbstständigen und regelmäßigen Nutzung des Programms motiviert werden können.

Workshop 4: „Hilfe aus dem Internet – 4 Selbsthilfe-Onlineprogramme“
R. Cina
Das derzeitige Suchthilfesystem erreicht nur einen kleinen Teil der Betroffenen. Dieser Workshop stellt 4 Selbsthilfe-Onlineprogramme zum Alkoholgebrauch, zum Alkoholgebrauch speziell bei Ärzten, zum Rauchen und zum Glücksspiel vor, mit denen Betroffene kostenlos und vollkommen anonym ihr Konsumverhalten reduzieren oder ganz aufhören können.

Workshop 5: „Die neue RMK-Software“
R. Schöneck
Im Rahmen des RMK-Projektes wurde eine Software entwickelt, mit der zu Behandlungsbeginn die Behandlungsbedarfe von Alkoholabhängigen qualifiziert und ökonomisch ermitteln und später im Entlassbericht präzise dargestellt werden können. Nunmehr wurde die bewährte Software für Drogenabhänige, pathologische Spieler und psychosomatisch Erkrankte erweitert.

Workshop 6: „Pathologischer Internet- und PC-Gebrauch“
H. Philipp
Der Workshop bietet die Möglichkeit, einzelne Computerspiele kennenzulernen, um sich mit den psychosozialen Hintergründen von pathologischem Internet-/PC-Gebrauchs vertraut zu machen, sowie Behandlungsmöglichkeiten, aber auch -grenzen, ableiten zu können.

 

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