Konsumformen

Der Zeitpunkt des Wirkungseintritts hängt von der Konsumform ab. Geraucht setzt die Wirkung meist unmittelbar ein, da der Wirkstoff sehr schnell über die Atemwege aufgenommen wird und die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Nach ungefähr 15 Minuten erreicht die Wirkung ihr Maximum, klingt nach 30 bis 60 Minuten langsam ab und ist nach 2 bis 3 Stunden weitestgehend beendet. Gegessen oder getrunken wird das THC langsamer aufgenommen. Die Wirkung ist riskanter, da sie verzögert und häufig sehr plötzlich einsetzt. Es ist entscheidend, wie viel und was man vorher gegessen hat. Um einen Rauschzustand zu erreichen, sind 3-10 mg THC erforderlich. Beim Rauchen werden ca. 20-50 % des enthaltenen THC aufgenommen. Das Wirkspektrum von Cannabis ist sehr breit und hängt von der Konsumart (geraucht, gegessen), der Wirkstoffmenge, der Konsumsituation und der Grundstimmung und der psychischen Stabilität der Konsumierenden ab. Zu der angenehm erlebten Wirkung zählt eine Anhebung der Stimmung, ein Gefühl der Entspannung und des Wohlbefindens. Möglich ist auch ein heiteres Gefühl, verbunden mit einem gesteigerten Kommunikationsbedürfnis. Akustische und visuelle Sinneswahrnehmungen können intensiviert werden. Zu den Wirkungen, die als unangenehm erlebt werden zählen Sehstörungen, Konzentrationsstörungen, Ablenkbarkeit, psychomotorische Erregung. Ferner können eine niedergedrückte Stimmung, Unruhe und Angst auftreten. Panikreaktionen und Verwirrtheit mit Verfolgungsphantasien bis hin zu paranoiden Wahnvorstellungen sind eher selten.