Gefahren und Folgeschäden

Kurzfristige Folgen sind Mundtrockenheit, rote Augen, erweiterte Pupillen, Blutdruckabfall, leicht herabgesetzte Körpertemperatur, Schwindelgefühle. Bei Überdosierung (auch bei Erstkonsum) können Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Kreislaufprobleme, Halluzinationen und Angstzustände auftreten. Zu den körperlichen Langzeitfolgen des Cannabiskonsums gehören (vgl. Kleiber & Kovar, 1998):

 

  • Dauerkonsumenten zeigen etwas schlechtere Lern- und Gedächtnisleistungen. Gesicherte Erkenntnisse über bleibende Hirnschäden liegen bislang nicht vor.
  • Die inhalierten Fremdstoffe belasten die Atemwege. In einigen Studien konnte bei starken Cannabis-Rauchern ein gehäuftes Auftreten von Bronchitis sowie Entzündungen der Nasen- und Rachenschleimhaut festgestellt werden. Allerdings ist unklar, ob diese Folgen auf den inhalierten Tabakrauch zurückzuführen sind.
  • Bekannt ist hingegen, dass der Cannabisrauch mehr Teer bzw. krebserregende Stoffe enthält als eine vergleichbare Menge Tabakrauch. Bisher konnte die Forschung aber nicht genau bestimmen, in welchem Maße die auftretenden Krebserkrankungen tatsächlich auf den Cannabisrauch zurückzuführen sind, da die Konsumenten und Konsumentinnen in der Regel auch Tabak rauchen.
  • Aus Vorsichtsgründen ist Schwangeren anzuraten, auf Cannabis ebenso wie Alkohol, Nikotin und anderen Drogen zu verzichten.
  • Der gleichzeitige Konsum von Speed/Ecstasy und THC kann zu extremen Kreislaufbeschwerden führen.