Forum 6 Integrierte Versorgung: Additiv oder integrativ?

11.30 Uhr - 16.30 Uhr
"Integrierte Versorgung: Additiv oder integrativ?"
Moderation: M. Lesser

 

F&oouml;rderung der Teilhabe bzw. der Erwerbsfähigkeit, individuelle eigenverantwortliche Lebensgestaltung, Servicestellen, ambulante Beratungsstellen, persönliches Budget, Wunsch- und Wahlrecht, Nahtlosigkeit der Leistungserbringung, Zuständigkeitsregelungen von Leistungsträgern, Wettbewerb der Leistungsanbieter, Kunde, Markt und mehr. Mit diesen vielfältigen Begriffen und Regelungen sind nicht nur Professionelle, sondern insbesondere auch hilfesuchende Patienten konfrontiert. In der Rehabilitation werden zudem für den Patienten hoch spezialisierte Behandlungsmöglichkeiten für die verschiedenen Krankheitsphasen angeboten. Hier kann ein möglichst unabhängiger Fallmanager in Zusammenarbeit mit dem Patienten wie den zuständigen Leistungsträgern die Funktion als Lotse, Begleiter, Seelsorger und Problemlöser bei dem sehr komplexen, langwierigen und individuellen Krankheitsbild übernehmen und Unterstützung leisten. Denn der Patient ist nur selten in der Lage, ein seinen Bedürfnissen entsprechendes Angebot selbst zu suchen, sachkundig auszuwühlen und in Anspruch zu nehmen. Denn dafür ist die Kenntnis der verschiedenen Behandlungsangebote und -einrichtungen Voraussetzung, welche die betroffenen Menschen in der Regel selbst nicht haben. Zudem ist kennzeichnend für den Bereich der Abhängigkeitserkrankungen, dass gerade diese besondere Problemgruppe Hilfen nicht aktiv selbst nachfragt und eine Beratung oder Behandlung für sich einleitet. Von daher ist die gezielte Ansprache in verschiedenen Handlungsfeldern (Krankenhaus, Arztpraxis, Betrieb etc.) und die Motivierung der Betroffenen zur Inanspruchnahme entsprechender Behandlungsangebote von zentraler Bedeutung. Dass dies funktioniert, belegen verschiedene Modelle.
Auch sollten Brüche in dem komplexen Behandlungsverlauf eines Suchtkranken möglichst verhindert werden. So gibt es beispielsweise Ansätze, ungewollte Leerzeiten zwischen Entgiftung und Entwöhnung zu unterbinden.
Im Forum werden Ansätze, das komplexe Krankheitsbild integrativ zu behandeln, vorgestellt und diskutiert.

11.30 Uhr R. Walter-Hamann
"Verbund- und Netzwerkarbeit als Voraussetzung für Teilhabe und integrative Beratung und Behandlung"

12.00 Uhr Dr. W. Sander
"Chancen und Schwierigkeiten der Integrierten Versorgung der IV in der Praxis"

12.30 Uhr Dr. B. Schneider
"Erfahrungen aus der IV und deren Chancen für die Suchtkrankenhilfe"

13.00 Uhr Pause


14.30 Uhr P. Missel
"Verbesserung der Behandlungsqualität und Einsparungseffekte durch integrierte Entgiftung und Entwöhnung als stationäre Kombi-Leistung"

15.00 Uhr C. Kraus, G. Wiegand
"Kombi-Nord: Ein flexibles Hilfsangebot zur Stärkung der integrativen Behandlung in der Suchtrehabilitation"

15.30 Uhr F. Brast-Ulrich
"Inhaltliche, strukturelle und ökonomische Notwendigkeit einer IV aus Sicht der ambulanten Suchthilfe"

16.00 Uhr Dr. U. Zemlin
"Schnittstellenmanagement zwischen Suchthilfe und Arbeitsverwaltung"