Forum 1

Mittwoch, 15. Juni 2016

15.00 - 18.00 Uhr
„Nahtlose Zugangswege zur Suchtbehandlung: Konkrete Beispiele auf dem Prüfstand“
Moderation: Prof. Dr. W. Funke, P. Missel

 

Das deutsche Suchthilfe- und -versorgungssystem zeichnet sich im internationalen Vergleich durch eine hohe Qualität, Vernetzung und Flexibilität aus. Die hier Tätigen hören aber immer wieder aus der Politik, aus dem Gesundheitssystem, aus der Forschung oder von Betroffenen, als wie „hochschwellig“ die indikationsspezifischen und zielführenden Interventionen der stationären Rehabilitation bei Abhängigkeitsstörungen wahrgenommen werden. Gerade der Zugang zu diesen nachgewiesenermaßen effektiven Maßnahmen wird oft als „Nadelöhr“ bezeichnet. Wie kommen Menschen, bei denen eine entsprechende Indikation vorliegt, ohne Umwege zum Ziel ihrer geeigneten Maßnahme? Planen wir eine  Autoreise, so können wir z.B. im Navigationsgerät Einstellungen festlegen, nach denen wir unser Ziel erreichen wollen. Hierbei können wir unterscheiden zwischen „dem schnellsten Weg“, „dem kürzesten Weg“, „dem interessantesten Weg“, mit und ohne Fähren, Autobahnen etc. Eine Navigation führt uns also nicht automatisch von A nach B, sondern wir können Besonderheiten und Vorlieben sowie einzusetzende Ressourcen festlegen. Ein Bild, das sich vielleicht auch als nützlich erweisen könnte für die verschiedenen Zugangsmöglichkeiten zur medizinischen Rehabilitation.

In der Suchtrehabilitation haben sich über lange Jahre im Versorgungssystem erprobte und bewährte Zugangswege etabliert. Im Forum möchten wir die Teilnehmer dazu einladen, alternative Wege kennen und einschätzen zu lernen. Die Beiträge  stellen Praxisbeispiele vor bzw. evaluieren verschiedene Zugangswege in die Rehabilitation im Hinblick auf Passung, Verlaufs- und Ergebnismerkmale. Gemeinsam möchten wir mit den Teilnehmern und Referenten diskutieren, welche Möglichkeiten sich im Hinblick auf einen passgenauen und individuellen Zugang bewähren bzw. welche Entwicklungspotentiale in ihnen stecken, um möglichst vielen, rehabilitationsbedürftigen Personen den Zugang zu erleichtern.

 
15.00 Uhr Dr. L. Forschner
„Schnelleinweisung gleich Nahtlosigkeit?“

15.25 Uhr Dr. D. V. Steffen
„Fall-Kontroll-Studie zu Indikation und Ergebnissen der KOMBI-Rehabilitation“
 
15.50 Uhr
K. Gerkens
„Nahtloser Zugang aus dem qualifizierten Entzug in die Rehabilitation: Perspektiven aus Sicht der Rehabilitationsträger"

16.15 Uhr M. Brünger
"Ärztlich-psychotherapeutischer Befundbericht: Erfahrungen aus der Praxis"

16.40 Uhr PD Dr. A. Kobelt
"Berufliche Reintegration als Erfolgsparameter"

17.05 Uhr Prof. Dr. W. Funke, M. Strie
„'Warum nicht mal anders': Behandlungsverlaufs- und Ergebnismerkmale für unterschiedliche Zugangswege zur stationären Reha Sucht bei Alkohol- und Drogenabhängigkeit“

17.30 Uhr P. Burkard, A. Dieckmann
"Zur Rückfälligkeit während stationärer Entwöhnungsbehandlung"

 

 

Zurück zur Forenübersicht