Abhängigkeit

  • Nach heutigem Kenntnistand führt Cannabiskonsum nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit. Allerdings kann bei dauerhaftem und häufigem Konsum sich eine psychische Abhängigkeit entwickeln. Die Betroffenen haben das Gefühl, nicht mehr ohne Cannabis "zu-recht" zu kommen. Psychische Probleme wie beispielsweise Depressionen erhöhen das Risiko, Cannabis im Sinne einer „Selbstmedikation“ zu missbrauchen. Somit liegt das „wahre“ Problem in vielen Fällen nicht in der Abhängigkeit, sondern in der psychischen Grundproblematik begründet.
  • Nach einer Phase dauerhaften Konsums können Entzugserscheinungen auftreten, wenn der Konsum (zeitweilig) eingestellt oder reduziert wird (wie z. B. Antriebsmangel, Freudlosigkeit, Unruhe, Schlafstörungen, Appetitmangel). Diese sind zwar nicht gefährlich, sie können dennoch sehr unangenehm sein und dazu führen, dass der Konsum wieder aufgenommen wird.
  • Ob Cannabis Auslöser einer latenten (verborgenen) Schizophrenie sein kann, ist noch nicht eindeutig geklärt.