21. Heidelberger Kongress des Fachverbandes Sucht e.V. "Lebensalter, Suchtformen und Behandlungspraxis"


"Geburt, Kindheit, Jugend, Erwachsensein, Alter, Tod…" -
der Lebenslauf des Menschen ist einem permanenten Wandel unterworfen. Der Wandel beinhaltet Veränderungen der Lebensumstände und der gesellschaftlichen Werte inklusive der Bedeutung unterschiedlicher Lebensphasen sowie die altersspezifische Mode und Kultur. Die Bezüge, in denen wir in die Gesellschaft hineinwachsen und in denen wir leben, haben einen wesentlichen Einfluss auf unsere unmittelbaren persönlichen Erfahrungen, unsere Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen sowie unser Denken, Fühlen und Handeln.

Die verschiedenen Lebensphasen stellen uns unterschiedliche Aufgaben. Damit sind spezifische Anforderungen, Chancen und Risikofaktoren verbunden. Diese können auf der einen Seite die Widerstandsfähigkeit, die persönliche Entwicklung und unser Selbstwertgeföhl stärken, auf der anderen Seite aber auch zu Verhaltensstörungen, tief greifenden emotionalen Störungen oder auch Suchterkrankungen führen. Epidemiologische Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass sich die Konsummuster und die Verbreitung substanzbezogener Störungen nach Altersgruppe und Geschlecht deutlich unterscheiden. So werden Partydrogen oder Cannabis vorrangig von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konsumiert, Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit findet sich hingegen verstärkt bei älteren Menschen und Frauen.
Inwieweit benötigen wir spezifische Beratungs- und Behandlungsangebote, um den Besonderheiten der jeweiligen Zielgruppen gerecht werden zu können, inwiefern sind anderweitige integrative Ansätze sinnvoll und erforderlich?

Zunehmend wird auch die Frage zu diskutieren sein, inwieweit durch Veränderungen unserer Lebenswelt Verhaltenssüchte wie Internet-Sucht an Bedeutung gewinnen und damit spezifische Behandlungsangebote für diesen Bereich erforderlich werden.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen werden im Mittelpunkt des Kongresses Fragen zur Behandlungspraxis stehen. Im Einzelnen werden in Form von Plenumsvorträgen, Foren und Postern folgende Themen behandelt werden:

  • Altersspezifische Entwicklungsaufgaben, Lebenswirklichkeiten und Bewältigungskompetenzen
  • Spezifische Anforderungen an die Behandlung junger Konsumenten von psychoaktiven Substanzen
  • Psychotherapie im Alter: Spezifische Wirksamkeit und Versorgungsrealität unter Berücksichtigung substanzbezogener Störungen
  • Verhaltenssüchte: Diagnostik, Therapieansätze, Entwicklungsbedarf
  • Wie wirkt die Suchtbehandlung? Eine altersspezifische Betrachtung
  • Prävention und Frühintervention bei jungen Suchmittelkonsumenten
  • Medikamentenabhängigkeit: Prävention und Behandlungsansätze
  • Suchtkranke Menschen in Alten- und Pflegeheimen - Was ist zu tun?
  • Altersspezifische Behandlungsangebote: Rechtliche Aspekte und Schnittstellen
  • Berufliche Integration vor dem Hintergrund altersspezifischer Anforderungen

 

 

Grusswort

Plenum

 

 

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