Inhaltsstoffe / Herstellung

Heroin, Opium und Morphium gehören zur Stoffgruppe der Opiate. Alle diese Suchtstoffe werden aus dem Rohopium des Schlafmohns gewonnen und beeinflussen Stimmungen, Gefühle und Wahrnehmungen. Nachdem es gelungen war, den Hauptwirkstoff des Opiums, das Akaloid Morphin, zu isolieren, wurde die Substanz im Jahr 1828 von der Firma Merck als stark wirksames Schmerzmittel auf den Markt gebracht. Morphium wird noch heute als Schmerzmittel bei Schwerstkranken eingesetzt. Heroin entsteht durch eine chemische Weiterverarbeitung des Opiums. Das halbsynthetische Heroin und andere morphinähnliche Stoffe, wie z. B. das vollsynthetische Methadon nennt man Opioide. Bei der Heroinherstellung wird über verschiedene chemische Prozesse Morphinbase entzogen und durch ein weiteres chemisches Verfahren (Acetylierung) in Morphinhydrochlorid, das so genannte Heroin Nr. 1, umgewandelt, das einen Wirkstoffgehalt von 60-80 % besitzt. Durch entsprechende weitere Verfahren kann die Wirkstoffkonzentration bis zu über 90 % gesteigert werden. Der Wirkstoffgehalt des auf dem illegalen Markt erhältlichen Heroins schwankt zwischen 10 und 95 % und liegt bei mittleren Qualitäten um 50 %. Straßenhe-roin wird in kleinen Päckchen pulverförmig angeboten. Dessen Wirkstoffkonzentration schwankt in der Regel zwischen 5 und 30 %.