SuchtAktuell - Heft 2/2008 Editorial
Mit der Ausgabe von SuchtAktuell werden verschiedene Beiträge veröffentlicht, die im Rahmen des 21. Heidelberger Kongresses des Fachverbandes Sucht e.V. "Lebensalter, Suchtformen und Behandlungspraxis" vom 16. bis 18. Juni 2008 gehalten wurden. Im Mittelpunkt des Kongresses stand es, einen Überblick über die epidemiologischen, altersbezogenen Daten zur Verbreitung substanzbezogener Störungen zu geben, altersspezifische Entwicklungsaufgaben, Lebenswirklichkeiten und Bewältigungskompetenzen in den Blick zu nehmen und darauf basierend, spezifische Anforderungen an altersspezifische Behandlungsangebote zu formulieren. Darüber hinaus wurden auch suchtnahe Verhaltensmuster wie der pathologische PC-Gebrauch unter besonderer Berücksichtigung der Behandlungspraxis diskutiert. Im einzelnen finden Sie in der Ausgabe 2/08 folgende Beiträge:
- PD Dr. L. Kraus et al. geben einen Überblick über die Epidemiologie substanzbezogener Störungen vor dem Hintergrund einer alters- und geschlechtsspezifischen Betrachtung. Insbesondere wird hierbei auf Daten des Epidemiologischen Suchtsurveys 2006 zurückgegriffen. Die Daten zeigen, dass der Anteil von Personen mit einem riskanten oder gefährlichen Alkoholkonsum einen eher U-förmigen Verlauf über das Alter zeigt. Der Anteil starker Raucher hingegen nimmt bis zum Alter von 40 bis 49 Jahren zu und fällt dann deutlich ab. Cannabis wird bevorzugt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konsumiert. Der Erstkonsum beginnt bereits in einem sehr frühen Alter von 12 bis 13 Jahren. Der Gebrauch von illegalen Drogen ist überwiegend gekennzeichnet durch experimentellen Konsum und Probierverhalten und wird i.d.R. im Übergang in das Berufsleben oder mit der Gründung einer Familie eingestellt. Im Gegensatz dazu steigt der Medikamentengebrauch mit dem Alter an und nimmt im Alter von über 60 Jahren deutlich zu. Alkohol, Tabak und illegale Drogen werden altersunabhängig häufiger von Männern, Medikamente dagegen altersunabhängig häufiger von Frauen konsumiert. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden Annäherungen des Konsumverhaltens zwischen den Geschlechtern statt. Zusammenfassend wird festgestellt, dass sich die Suchthilfe aufgrund der sich ändernden demografischen Struktur der Bevölkerung auf eine Zunahme der Behandlungsnachfrage älterer Suchtkranker einstellen muss und differenzierte Behandlungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene notwendig sind.
- Prof. Dr. F. Petermann und S. Helbig gehen auf Bewältigungskompetenzen und Ressourcenförderung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor dem Hintergrund der Entwicklungsaufgabe "Substanzgebrauch" ein. Die Autoren stellen fest, dass die Entwicklung eines verantwortungsvollen Substanzkonsums als eine Entwicklungsaufgabe des Jugendalters angesehen werden kann. Das Verhältnis zwischen Ressourcen und Risikofaktoren ist entscheidend für deren Bewältigung. Es konnte gezeigt werden, dass Risikofaktoren wie Disziplinprobleme, Schulleistungsstörungen und hyperkinetische Symptome im Alter von 8 Jahren im Zusammenhang mit einer hohen familiären Belastung zu expansiven Verhaltensproblemen im Jugendalter führen können. Die dann entstehenden Schulleistungsprobleme, sozialen Probleme und dissozialen Verhaltensweisen stellen wiederum Risikofaktoren für einen Substanzgebrauch dar. Als weitere umweltbezogene Risikofaktoren sind ein Substanzgebrauch der Eltern und &qauml;lterer Geschwister sowie in der Bezugsgruppe der Gleichaltrigen, kritische Lebensereignisse oder eine hohe Verfügbarkeit von Substanzen in der unmittelbaren Lebensumwelt zu nennen. Hilfreiche Ressourcen bei der Bewältigung entsprechender Entwicklungsaufgaben sind hingegen gut entwickelte soziale Kompetenzen sowie Fertigkeiten im Umgang mit den eigenen Gefühlen und Autonomie von anderen Personen. Im weiteren legen die Autoren vor dem Hintergrund einer ressourcen-orientierten Entwicklungsperspektive entsprechende Präventionsüberlegungen dar. Sie erläuterten Ansatzpunkte, die direkt am Individuum oder auf verschiedenen Systemebenen (Familie, Schule, Gemeinde) einsetzen. Im Mittelpunkt entsprechender "Life Skills"-Programme steht es, die Resilienz, d.h. die Widerstandkraft trotz vorhandener Risiken, zu fördern.
- Prof. Dr. R. Thomasius und Dr. M. Stolle stellen diagnostische und therapeutische Strategien bei substanzbezogenen Störungen im Kindes- und Jugendalter vor. Die Autoren plädieren dafür, verschiedene Indikatoren bei einer möglichen substanzbezogenen Störung im Kindes- und Jugendalter zu erheben. Hierzu gehören neben einer Suchtmittelanamnese auch eine Familienanamnese, die Erhebung komorbider Störungen, von Schulleistungen, sozialen Verhaltensweisen, Traumatisierungs- und Missbrauchserfahrungen sowie dem Substanzkonsum in den Bezugsgruppen und von ökonomisch-sozialen Aspekten. Wichtig hinsichtlich der Behandlung ist es auch, die Angehörigen bzw. verantwortliche Bezugspersonen einzubeziehen. Die Behandlung selbst erfordert ein hohes Maß an störungs- und altersspezifischer Orientierung. Beispielsweise sind die Anforderungen nach pädagogischer Förderung sowie nach schulischen und beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten in dieser Altersgruppe ungleich größer als bei erwachsenen Patienten. Darüber hinaus sind Besonderheiten bei der Motivationsförderung ebenso zu beachten wie die sorgfältige Auswahl des Behandlungssettings. Entsprechende Indikatoren für eine ambulante bzw. stationäre Behandlung werden in dem Beitrag ebenso beschrieben wie die für die Behandlung erforderlichen multimodalen interdisziplinären Behandlungsansätze. Ein-Jahres-Katamnesen ergeben international für Jugendliche einen Behandlungserfolg hinsichtlich der Abstinenz für die stationäre Behandlung von 40 % und die ambulante von 38 %. Betrachtet man ausschließlich die regulären Therapiebeender, so kann bei etwa 50 % nach Ablauf eines Jahres keine Missbrauchs- oder Abhängigkeitsdiagnose mehr gestellt werden. Das höchste Rückfallrisiko besteht im ersten Monat nach Behandlungsende. Die Autoren stellen fest, dass nach wie vor zu wenige spezialisierte Beratungs- und Behandlungsangebote für Kinder und Jugendliche mit substanzbezogenen Störungen vorgehalten werden. Eine eklatante Versorgungslücke besteht ferner im Bereich der qualifizierten Entzugsbehandlung für diese Zielgruppen. Auch sollten Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, niedergelassene Ä;rzte oder Mitarbeiter in Jugend- und Suchthilfe über das notwendige Wissen verfügen, um gefährdete Kinder und Jugendliche rechtzeitig identifizieren und angemessen beraten zu können.
- Prof. Dr. A. Kruse betonte in seinem Beitrag über Alternsprozesse im Wandel, dass das menschliche Altern durch Kontinuität und Wandel geprägt ist. Auf der einen Seite bleiben Strukturen im Bereich von grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen wie Extraversion bis ins hohe Alter relativ stabil; auf der anderen Seite stellt sich dem Individuum gerade im Alter die Aufgabe, persönlichkeitsnahe Prozesse wie Selbstdefinition und autobiografische Konstruktion des eigenen Lebens zu fokussieren, und hierbei können sich bis ins höchste Alter bemerkenswerte Veränderungen einstellen. Große Bedeutung für eine gelingende neue Definition ist dabei einer Haltung beizumessen, die mit dem Begriff einer bewusst angenommenen Abhängigkeit umschrieben werden kann. Damit ist die Fähigkeit des Hilfe empfangenden Menschen gemeint, nicht mehr veränderbare Einschränkungen zu akzeptieren sowie notwendige Hilfen einzufordern und anzunehmen. Für die Bezugsperson resultiert daraus, den Hilfebedarf zu erkennen und Hilfen zu geben, ohne die Selbstverantwortung des Hilfeempfangenden in Frage zu stellen. Ein ressourcen-orientierter Ansatz betont das Konstrukt der Offenheit des Menschen. Dies schließt seine Fähigkeit ein, Belastungen zu bewältigen und trotz eingetretener, bleibender Verluste neue Anregungen wahrzunehmen und zu nutzen. Abschließend beschreibt der Autor Perspektiven einer altersfreundlichen Kultur, die dem Konzept des aktiven Alterns folgt. In diesem Zusammenhang werden auch ethische Aspekte, beispielsweise zum Verständnis von Produktivität in unserer Gesellschaft, angesprochen.
- Dr. M. Peters geht der Frage nach, ob ältere Menschen eine spezifische Psychotherapie brauchen. Zunächst stellt er fest, dass eine deutliche Diskrepanz zwischen dem zu vermutenden Behandlungsbedarf und der tatsächlichen Inanspruchnahme psychotherapeutischer Angebote besteht. Aufgrund der demografischen Entwicklung und der zu erwarteten erhöhten Akzeptanz entsprechender Angebote durch ältere Menschen ist in der Zukunft mit einem steigendem Behandlungsbedarf zu rechnen. Derzeit seien auch die stationären Behandlungsmöglichkeiten in psychosomatischen Kliniken und Suchtkliniken, so der Autor, noch nicht genügend auf die Patientengruppe Älterer eingestellt. Ferner stellt er Probleme bei der Diagnostik psychischer Störungen bei älteren Menschen vor und fordert mehr gerontopsychotherapeutische Kompetenzen der Behandler und eine "Normalisierung des Alters" in der Psychotherapie ein.
- Dr. D. Geyer widmet sich aus Sicht des Praktikers altersspezifischen Aspekten in der stationären Rehabilitation Suchtkranker. Hierbei geht er auf die Gruppen der jüngeren Suchtkranken (unter 25 Jahre) und der älteren Suchtkranken (über 60 Jahre) im Speziellen ein. Er beschreibt Patientenmerkmale, spezifische Behandlungsanforderungen und -ansätze und Ergebnisse zur Wirksamkeit der Behandlung für diese Zielgruppen. Der Autor plädiert dafür, eine nach dem Lebensalter des Patienten strukturierte medizinische Rehabilitation durchzuführen. Denn mit dem Lebensalter verbunden sind spezifische Problemkonstellationen, typische Konsummuster und typische Komorbiditäten. Zudem zeigt die langjährige Erfahrung, dass sich die entsprechenden Altersgruppen in den Junioren- und Seniorengruppen schnell solidarisch miteinander fühlen und sich gegenseitig stützen. Denn die Lebensaufgaben der unterschiedlichen Altersgruppen unterscheiden sich erheblich, und eine altersbezogene Rehabilitationsgestaltung erleichtert letztlich auch die Bewältigung alterstypischer Entwicklungsaufgaben. Gleichwohl stellt das Lebensalter lediglich einen ersten, gleichsam noch groben Indikator für das zu wählende Behandlungssetting dar, welches durch den Einsatz weiterer Assessment-Instrumente und entsprechender Behandlungselemente zu ergänzen ist.
- Dr. P. Schuhler widmet sich in ihrem Beitrag dem "Pathologischen PC/Internet-Gebrauch". Sie weist darauf hin, dass das mediale Angebot in den Online-Rollenspielen, den chatrooms und Internetforen bei vulnerablen Personen zu schweren Störungen führen kann. Besondere Komplikationen ergeben sich durch die hohe Komorbidität des Krankheitsbildes in den Indikationsbereichen Psychosomatik und Sucht. Am häufigsten - so die Erhebung einer stationären Rehabilitationseinrichtung - sind depressive Störungen und Persönlichkeitsstörungen mit dem pathologischen PC/Internet-Spielen verbunden. Die häufigsten suchtmittel-bezogenen Krankheiten, die damit einhergehen, sind Alkohol- , Tabak- und Cannabisabhängigkeit. Aus klinischer Sicht plädiert sie für eine besondere PC-spezifische Vorgehensweise, um die eingeschränkten Interaktions-, Emotions-, Regulations- und Selbststeuerungsdefizite günstig zu beeinflussen. Als diagnostische Leitlinie wird vorgeschlagen, zu prüfen, ob die PC/Internet-Aktivität Teil des überdauernden Identitätserlebens geworden ist in Verbindung mit Immersionserleben (Eintauchen in eine virtuelle Realität). Diagnostische Kriterien im engeren Sinne werden erläutert (z.B. exzessiver PC/Internet-Gebrauch = 30 Stunden wöchentlich, Störung intrapsychischer und interaktiver Funktionen etc.). Männer sind nach klinischer Erfahrung deutlich häufiger vertreten als Frauen. Das Durchschnittsalter der Behandelten lag bei 27 Jahren. Die wichtigsten Behandlungsziele sind der Abbau zugrunde liegender intrapsychischer und intrapersoneller Probleme, die Erarbeitung eines individuellen Verständnisses für die auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen des PC/Internet-Spielens sowie das Suchen nach gesunden Alternativen. Vorgestellt wird darüber hinaus ein gruppentherapeutisches Programm, welches 12 Gruppeneinheiten umfasst. Dieses "Spezialprogramm" ist eingebettet in das Basisprogramm einer therapeutischen Behandlung. Dadurch ist für ein dichtes therapeutisches Umfeld gesorgt, das vielfältige Lernmöglichkeiten bietet. Abschließend geht die Autorin auf den besonderen Aspekt des schädlichen PC/Internet-Gebrauchs im Arbeitskontext ein und empfiehlt dringend eine weiterführende Nachsorgebehandlung.
- Dr. M. Wallroth und G. Mühlenberg berichten in ihrem Beitrag über die Wirksamkeit der Tabakentwöhnung in der stationären Rehabilitation Abhängigkeitskranker. Die Autoren sehen einen dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich der Integration der Behandlung der Tabakabhängigkeit in das Gesamt-Behandlungskonzept von Entwöhnungseinrichtungen. Die von ihnen dargelegten Ergebnisse einer Fachklinik für Alkohol/Medikamente ergaben, dass ca. 47 % der Patienten grundsätzlich zu einer Veränderung ihres Rauchverhaltens bereit waren (Tabakstopp oder Reduktion). 44,4 % derjenigen, die zu Beginn einen Abstinenzwunsch äußerten, hörten im Laufe der Behandlung mit dem Rauchen auf. Bei denjenigen, bei denen kein Veränderungswunsch bestand, waren dies lediglich 5,6 %. Darüber hinaus berichteten fast 60 % der Katamneseantworter, die zum Ende der Behandlung mit dem Rauchen aufgehört hatten, dass sie auch ein Jahr danach noch vom Tabak abstinent waren. Ferner ergab sich, dass die Aufhörer auch eine günstigere Abstinenzprognose bzgl. Alkohol haben, als diejenigen, welchen ihren Tabakkonsum nicht verändern. Des Weiteren untersuchten die Autoren altersspezifische Unterschiede hinsichtlich der Tabakabhängigkeit. In der Gruppe der unter 30-jährigen Patienten befinden sich deutlich mehr Raucher als bei der Gruppe der über 60-jährigen. Auch ist der Veränderungswunsch bei den höheren Altersgruppen erhöht. Signifikante Unterschiede zugunsten der älteren Patienten zeigen sich hinsichtlich der Effekte der Tabakentwöhnungsmaßnahmen, wenn man Tabakstopp und Tabakreduktion zusammenfasst. Jüngere bedürfen von daher verstärkter Motivierungsarbeit, während bei älteren Patienten im besonderen Maße eine Stärkung ihrer Selbstwirksamkeitsüberzeugungen erforderlich erscheint. .
- Dr. Ch. Korsukéwitz stellt Behandlungsergebnisse und -anforderungen unter einer altersspezifischen Betrachtung aus Sicht der Deutschen Rentenversicherung vor. Einleitend stellt sie fest, dass die Zahl der Rehabilitanden, die wegen einer psychischen Problematik oder komorbider psychischer Störungen die Rehabilitation in Anspruch nehmen, gestiegen ist und weiter steigen wird. Ferner geht sie auf Veränderungen der Konsummuster, beispielsweise des Cannabiskonsums, und entsprechende Änderungen der Angebote in der Suchthilfe ein. Auch würden neue Krankheitsbilder, wie z.B. Verhaltensstörungen durch intensiven Gebrauch von Computer und Internet, eine angemessene Berücksichtigung bei konzeptionellen Überlegungen erfordern. Im weiteren wird ein Überblick über Anträge, Bewilligungen und durchgeführte Rehabilitationen gegeben und die altersbezogene Inanspruchnahme am Beispiel der "Alkoholabhängigkeit" im Zeitvergleich untersucht. Deutliche Alterseffekte zeigen sich bei der Entlassungsform zum Abschluss der stationären Rehabilitation Alkoholabhängiger. Der Wert steigt von 24 % bei den jüngsten kontinuierlich bis auf 75 % in der höheren Altersgruppe an. Der sozialmedizinische Zwei-Jahres-Verlauf nach stationärer Alkoholentwöhnung zeigt, dass zwar 90 % in den folgenden zwei Jahren im Erwerbsleben verbleiben, es jedoch einen relativ hohen Anteil an lückenhaften Beitragszahlungen gibt. Hierbei macht sich die allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt in bestimmten Regionen in Deutschland besonders bemerkbar. Ferner zeigt sich erwartungsgemäß eine höhere Rate bei den Erwerbsminderungsrenten, der Altersrente und dem Versterben aus dem Erwerbsleben heraus bei älteren Rehabilitanden. Rehabilitanden unter 30 Jahren haben auf der anderen Seite eine deutlich häufigere lückenhafte Beitragszahlung. Hinsichtlich der beruflichen Integration sind für diese Gruppe in Zukunft noch mehr Anstrengungen erforderlich. Bei den Rehabilitanden-Befragungen zeigt sich grundsätzlich eine höhere Zufriedenheit älterer Rehabilitanden. Am positivsten ist bei dieser Gruppe die Zufriedenheit mit körperorientierten Maßnahmen, hingegen fällt die Bewertung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit negativer aus. Gemeinsames Ziel der Suchthilfe, der Leistungsträger und der Politik sollte es sein, dass Abhängigkeitskranke früher in die Rehabilitation kommen. Die Autorin plädiert dafür, dass für den Bereich der Forschung und Weiterentwicklung altersspezifische Fragestellungen in der Zukunft einen größeren Stellenwert haben sollten.
Abschließend sei an dieser Stelle auch den Förderern des Heidelberger Kongresses, namentlich der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg und der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) für die freundliche Unterstützung herzlichen gedankt und ebenso der Vorbereitungsgruppe, allen Moderatoren und Moderatorinnen sowie Referenten und Referentinnen für die inhaltliche Unterstützung. Hinzuweisen ist noch darauf, dass von weiteren Beiträgen, die im Rahmen des 21. Heidelberger Kongresses 2008 gehalten wurden, die uns zur Verfügung gestellten Folien auf der Homepage des Fachverbandes Sucht e.V. zu finden sind (www.sucht.de - Veranstaltungen und Termine - 21.Heidelberger Kongress des FVS 2008) und einzelne Beiträge noch in der nächsten "Sucht aktuell" publiziert werden.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Dr. Volker Weissinger
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