27. Heidelberger Kongress des Fachverbandes Sucht e.V. "Ziele und Methoden der Suchtbehandlung: Neue Herausforderungen!"

25.06.2014 - 27.06.2014

Einführung in das Kongressthema

Der Bundeskongress des Fachverbandes Sucht e.V. steht 2014 unter dem Motto „Ziele und Methoden der Suchtbehandlung: Neue Herausforderungen!“

Übergeordnete Zielsetzung aller Angebote der Suchtbehandlung ist es, einen möglichst hohen Grad an Autonomie im Leben der Betroffenen zu erreichen. Deshalb ist eine ganzheitlich orientierte und umfassende Behandlung erforderlich, welche existentielle Themen ebenso berücksichtigt wie die psychosozialen Hintergründe, die psychische und somatische Gesundheit und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, welche die eigene Existenz so weit wie möglich aus eigener Kraft sichert.
Unterhalb dieser übergeordneten Zielsetzung haben sich in Deutschland verschiedene Angebote der Suchtkrankenhilfe mit unterschiedlichen Teilzielen entwickelt. Diese reichen von der Sicherung des Überlebens und der Reduzierung von Folgeschäden über die Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitsstatus, die Verminderung sozialer Desintegration über die Förderung konsumfreier Phasen und Reduzierung des Konsums bzw. Beikonsums („Harm Reduction“) bis hin zur Förderung der dauerhaften Abstinenz und einer autonomen Lebensgestaltung. Eine wichtige Herausforderung für die Weiterentwicklung des Versorgungs- und Behandlungssystems ist es, auf Basis eines übergreifenden Grundverständnisses die unterschiedlichen Angebote im Gesundheits-, Sozial- und Suchthilfebereich mit ihren spezifischen Zielsetzungen so zu vernetzen, dass indikationsgeleitet der Zugang zu einem möglichst bedarfsgerechten individuellen Behandlungsangebot gefördert wird. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen derartige Fragestellungen zu den Zielen und Methoden der komplexen Suchtkrankenhilfe und dahinter die übergeordnete Frage: Gibt es noch eine Einheit in dieser Vielfalt?

Im Einzelnen werden in Form von Plenumsvorträgen, Foren, Workshops und Posterbeiträgen folgende Themen behandelt:

  • Was treibt den Menschen? – Grundmotivationen, soziale Erfahrungen und seelische Gesundheit
  • Die Behandlung existentieller Themen in der Suchtbehandlung
  • Problemorientierte kognitive Diagnostik und abgeleitete Behandlungspläne bei Suchterkrankungen
  • Methoden zur Behandlung spezifischer psychischer Störungen
  • Internationale Klassifikation und Leitlinien: Was verändert sich für die Suchtbehandlung?
  • Neue Herausforderungen durch die Veränderung von Konsummustern
  • Innovative Entwicklungen in der Suchtbehandlung und in den verschiedenen Behandlungssettings
  • Wirksamkeit und Effizienz der stationären Suchtbehandlung in Deutschland: Antworten auf Herausforderungen
  • Spezifische Ziele und Methoden in der Behandlung des pathologisches Glücksspiels und pathologischen PC-/Internet-Gebrauchs
  • Ziele und Methoden: Besondere Herausforderung in der Drogenrehabilitation
  • Förderung der beruflichen und sozialen Teilhabe: eine beständige Herausforderung
  • Jüngere und ältere „Chronifizierte, multimorbide, polyvalente und substituierte Abhängige“ in der Soziotherapie: alte und neue Herausforderungen
  • Sehen die Leistungsträger einen Veränderungsbedarf hinsichtlich der Ziele und Methoden, welche Herausforderungen stellen sich aus Sicht der Behandler?


 

 

Plenum

Forenübersicht

Workshops

Poster

Kongressprogramm (Download als pdf)

 

 

 

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