Fortbildung "Rückfallprophylaxe und Rückfallmanagement"

03.12.2012 - 04.12.2012

Rückfälle im Verlauf einer Abhängigkeitsbehandlung stellen verständlicherweise eine besonders schwere Entmutigung für die betroffenen Patienten und ihre Angehörigen aber auch ihre Therapeuten dar. Andererseits wurde eine Vielzahl von effektiven Verfahren entwickelt, die das Rückfallrisiko von Abhängigen senken können. Außerdem zeigen Forschungsergebnisse übereinstimmend, dass Rückfälle in der Regel kein prinzipielles Scheitern vorangegangener Behandlungsversuche bedeuten, sondern vielmehr normale Vorgänge auf dem Weg zu dauerhafter Abstinenz darstellen und Ausdruck kurzfristiger Überforderung der Betroffenen sind. Vorgestellt werden daher folgende Vorgehensweisen, um das Thema Rückfall unabhängig von der jeweiligen therapeutischen Ausrichtung zu einem zentralen Behandlungsthema werden zu lassen: Rückfalldiagnostik, Rückfallmodellvermittlung, Ablehnungstraining, Bewältigungstonbänder, Expositionsübungen, Einbeziehung von Angehörigen. Außerdem wird ein erprobtes Vorgehen mit Rückfällen während der Behandlung vorgestellt, das den Patienten ermöglicht, sich kurzfristig zu stabilisieren, ihren Rückfall zu verstehen und zu akzeptieren, sowie daraus geeignete Konsequenzen für die Fortführung ihrer Behandlung abzuleiten. Die einzelnen therapeutischen Interventionen sollen demonstriert und teilweise im Rollenspiel geübt werden, um eine kreative Diskussion über ihre Integrationsmöglichkeiten im Behandlungsalltag der Kursteilnehmer anzuregen.


Literatur:
Lindenmeyer, J. (2000), Rückfallprävention, in J. Margraf (Hrsg.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie, Band 1 (2. Auflage), Berlin, Springer

 

 

Teilnehmerzahl: bis 16 Personen


Teilnehmerkreis: Therapeutisch tätige Mitarbeiter/innen in ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen sowie in Fachkliniken für Abhängigkeitskranke


Zertifizierung: Die Zertifizierung als Fortbildungsveranstaltung bei der Landespsychotherapeutenkammer NRW ist beantragt.


Termin: Beginn: 03.12.2012, 11.00 Uhr
Ende: 04.12.2012, 17.00 Uhr


Kosten: ermäßigt (für FVS-Mitglieder):
bis 07.10.2012: € 265,00
ab 08.10.2012: € 285,00

regulär:

bis 07.10.2012: € 315,00
ab 08.10.2012: € 335,00

Bei Seminarbuchung ohne Übernachtung verringert sich die Seminargebühr um 50,00 €.


Ort: Gustav-Stresemann-Institut
Bonn-Bad Godesberg


Referenten:

Simone Jacker
Dipl.-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Birkenwerder

 

Programm der Veranstaltung zum download

 

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